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Spielplan
Spielbericht

Traumstart nach Umbruch
HSV Dresden – HSV Glauchau 32:31 (13:14)
Also rechnen konnte damit keiner. Da tritt der HSV Dresden mit einer stark verjüngten, komplett umgekrempelten Truppe (10 Abgänge, 4 Spieler aus der zweiten Mannschaft hochgezogen, zwei Neuzugänge) gegen einen der erklärten Ligafavoriten aus Glauchau an – und gewinnt. Und wie. Mit einer Taktik, vorher sorgsam zurecht gelegt und dann effektiv umgesetzt.
Dranbleiben war die Devise bis zur 50. Minute. Denn dass man gegen die Westsachsen mit ihren drei ausgebufften tschechischen Fachkräften nicht einfach so im Hurra-Stil gewinnen kann, war vorher klar. Unstrittig ist, dass kein Spieler über 60 Minuten auf höchsten Niveau spielen kann. Dementsprechend schauten sie beim 22:22 in der 49. Minute schon etwas angestrengter. Sie konnten die Jungen Wilden aus der Gamighalle nicht wirklich abschütteln. Weil die sich immer wieder herankämpften (9:11, 11:11, 16:16, 19:19). Alexander Jahn, Robert Düsel, Philipp Scholz netzten regelmäßig ein – bis auf Clemens Liebezeit, der wegen einer Verletzung lange draußen bleiben musste, trafen alle. Die Verteilung der Tore auf die gesamte Mannschaft sagt viel darüber, wie unberechenbar die Truppe ist. Und mit Daniel Wegner einen tollen Rückhalt im Tor stehen hatte.
Als 10 Minuten vor Schluss bei den Gästen erste Anzeichen von Müdigkeit, und damit Konzentrationsmängel, auftraten, setzte Trainerfuchs Thorsten Triebel den spielentscheidenden Stich. Offensive Abwehr. Damit kamen die Glauchauer nicht klar. 30:26 vier Minuten vor Schluss. Das war pures Adrenalin für die euphorischen Fans auf den Rängen. Am Ende wurde es wegen einiger Zeitstrafen (zum Teil 4 gegen 6) noch einmal spannend – aber die Jungs brachten die ersten beiden Punkte nach hause. Zwei Punkte, die nicht jeder unbedingt eingeplant hatte. Die aber der jungen Mannschaft richtig gut tun sollten. Nun gilt es aber daran anzuknüpfen und die Wolke 7 links liegen zu lassen. Das war erst das erste Spiel und die Saison ist noch sehr lang. Als Mutmacher taugt dieser tolle Sieg aber in jedem Falle.
Jens Albrecht
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heyne; Philipp Scholz (4), Roland Günnel (1/1), Robert Düsel (5), Karsten Küter (2), Volker Koch (3), Philipp Gildemeister (3), Sebastian Hoppe (2), Alexander Jahn (6), Christian Müller (2), Thomas Grafe (1), Clemens Liebezeit, Daniel Schwensow (3)
Spielbericht
Spielbericht
HSV Dresden - HSG Neudorf Döbeln 27:24 (10:11)
Das Leben selber schwer gemacht …
hat sich der HSV bei seinem zweiten Heimspiel der Saison. Gegen eine stark veränderte Gästemannschaft, mit dem der beim HSV in den letzten Jahren das Profil mitbestimmende Denny Weber in seinen Reihen, taten sich die Spieler von Thorsten Triebel wie schon gegen Delitzschr vor allem bei der Nutzung der Chancen schwer. Diese Kalamität trägt nicht gerade zur Erhöhung der Sicherheit bei. Es ist verständlich, dass man mit zunehmendem Misserfolg beim Abschluss auch nervöser wird. Dabei gab es Chancen in Hülle und Fülle. Vor allem im Konter gilt es den Hebel anzusetzen. Frei vorm Tor darf man sich Schwächen, wie im ersten Abschnitt gesehen, nicht leisten. Hinzu kamen einige ungewohnte Zuspielfehler, die zu Ballverlusten führten. Zum Glück hatten die Gäste nicht die Stärke, die Probleme beim HSV auch tatsächlich für sich zu nutzen.
Leider übertrug sich die Unsicherheit bei den Abschlusshandlungen auch auf die Deckung. Dort konnte der Beobachter sehen, dass die Reaktionsgeschwindigkeit in den Handlungen, die Abstimmung zwischen den einzelnen Spieler und auch dem Torwart Wünsche offen ließ.
So blieb es fast bis zum Ende der Partie bei resultatsseitiger Ausgeglichenheit.
In Hälfte zwei allerdings steigerten sich die Hausherren beträchtlich und drückten der Partie zunehmend den Stempel auf. Lag man zum Pausentee noch mit einem Tor hinten, änderte sich nun das Geschehen. Die Ladehemmung bei Akteuren wie Volker Koch, Philipp Gildemeister oder Daniel Schwensow rückte in den Hintergrund, ohne allerdings ganz zu verschwinden. Dadurch blieb Neudorf/Döbeln bis zur 54. Minute dran (24:24).
Belastend für den HSV auch der durch eine rote Karte in der 20. Minute erzwungene vorzeitige Gang unter die Dusche für Regisseur Roland Günnel. So lag die Verantwortung für den Spielaufbau vornehmlich bei Philipp Scholz. Gemeinsam mit dem sich in bestechender Form präsentierenden Kapitän Karsten Küter und auf der Basis einer geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung gab der HSV das Heft des Handelns nicht mehr aus der Hand.
Am Ende bleibt festzustellen, dass der HSV aufgrund der unübersehbaren Steigerung in der zweiten Halbzeit und seines größeren Teamworks verdient als Sieger vom Platz ging. Es gilt weiter an den Schwächen zu arbeiten und die Stärken auszubauen. Dann braucht einen um eine erfolgreiche Saison nicht bange sein, zumal auch die Verletzten wie Martin Dietze, Sebastian Hoppe oder Clemens Liebezeit hoffentlich in naher Zukunft zurück ins Team kehren.
cd
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heyne; Sebastian Kühn, Philipp Gildemeister (6), Philipp Scholz, Alexander Jahn (1), Christian Müller (1), Daniel Schwensow (3), Roland Günnel (1/1), Volker Koch (3), Karsten Küter (1), Robert Düsel (4), Thomas Grafe (2)
Spielbericht
SC Riesa – HSV Dresden 26:26 (13:14)
Erst verschlafen und dann verschenkt
Wie immer, wenn die beiden Kontrahenten aufeinandertreffen, ging es emotional und dramatisch zu. In der nur spärlich besuchten Weltmeisterhalle erwischten die Hausherren, begünstigt durch Fehler des HSV, zunächst den besseren Start. 7:2 führte Riesa nach 14 Minuten. Die Dresdner Deckung, in ihrer offensiven Ausrichtung, hatte alle Hände voll zu tun, um die kämpferisch und keinen Zweikampf scheuenden Angreifer in den Griff zu bekommen. Oft war man nur zweiter Sieger, lief dem Gegner hinterher, reagierte anstatt zu agieren. Hinzu kam, dass Torwart Daniel Wegner keine Einstellung fand, sich allerdings auch oftmals alleingelassen sah. Im Angriff gelang der ersten Formation um Philipp Scholz, Thomas Grafe und Alexander Jahn nur ansatzweise Erfolgversprechendes. Trainer Triebel reagierte und schickte u.a. Karsten Küter, Volker Koch und Sebastian Hoppe aufs Feld. Und natürlich Falk Heyne ins Tor. Ihm gelang in der Folge eine super Leistung, nicht nur wegen der 6 gehaltenen Strafwürfe. Apropos Strafwürfe, 10 Stück bekam Riesa zugesprochen nur 4 der HSV. Auch die 2- Minutenbilanz von 2:7 zeigt ein deutliches Verhältnis zu Gunsten der Gastgeber. Sie nutzten diese Vorteile weidlich. Dank einer spielerischen Steigerung und der sich verbessernden Torwurfeffektivität, Spitze was da Sebastian Kühn und auch Volker Koch anboten, schloss der HSV in der Folgezeit auf und drängte Riesa in die Defensive. Zur Halbzeit führte der Gast dann sogar mit 13:14.
In der zweiten Hälfte konnte der HSV zunächst weiter das Geschehen diktieren. Hinten ein starker Falk Heyne, davor eine engagiert kämpfende Deckung. Vorn teilweise schöne Spielzüge und auch einige gute Konter. In der 50. Minute führte Dresden mit 3 Toren.
Die erneuten Zeitstrafen in der 52. und 54. Minute führten zwangsläufig zur Umstellung des Abwehrsystems. In dieser Phase gaben die HSV-Männer durch Zuspielfehler und Fehlwürfe zu schnell und zu einfach den Ball aus den eigenen Reihen. Riesa fand zurück ins Spiel. Klar, die nach Verletzungen gerade wieder genesenen Sebastian Hoppe und Alexander Jahn brauchen noch ein wenig Zeit, um zu alter Stärke zurück zu finden. Aber so leicht die Pfunde aus der Hand zu geben?
Zum Ende wurde es noch richtig heiß. Nach dem 26:26 der Riesaer war der HSV 25 Sekunden vor der Schlusssirene in Ballbesitz – Auszeit. Es sind noch 15 Sekunden zu spielen als der Ball wieder freigegeben wird. Zeitspiel-Anzeige nach 5 Sekunden Ballbesitz, es muss ein Abschluss her. Halblinke Position, Mauer, Wurf von Robert Düsel, der geblockt wurde. Taktisches Foul beim Zurücklaufen in der Hälfte der Riesaer und noch 5 Sekunden zu spielen. Volker Koch steht mit erhobenen Armen zu nah am Freiwurfausführenden. Rote Karte, Disqualifikation mit den entsprechenden Folgen für die nächsten Spiele. Die Spielzeit ist mittlerweile zu Ende. Unterm Strich ein zu teuer erkaufter Punkt, denn es war mehr drin, das steht fest!
cd
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heine; Sebastian Kühn (4), Philipp Gildemeister (2), Philipp Scholz (1), Alexander Jahn (1), Christian Müller (1), Roland Günnel (2/1), Volker Koch 7/3, Karsten Küter (4), Robert Düsel (2), Thomas Grafe (1), Sebastian Hoppe (1)
Spielbericht
Spielbericht
HC Einheit Plauen – HSV Dresden 36:21 (15:11)
Voll daneben,
ging für den HSV das Spiel in der Sachsenliga gegen Einheit Plauen. Personell stark geschwächt, machte sich der HSV auf zum fälligen Punktspiel gen Plauen. So fehlten wie bereits in dem vergangenen Partien verletzungsbedingt Martin Dietze, Clemens Liebezeit, Daniel Schwensow und Robert Düsel. Hinzu kamen der gesperrte Volker Koch und aktuell der zurzeit aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung stehende Sebastian Hoppe. Ein gesundheitlich angeschlagener Kapitän Karsten Küter war auch nur bedingt einsetzbar. So kam Enrico Müller aus der 2. Mannschaft zu Spielanteilen – Danke für seinen Einsatz. Alles in allem keine guten Voraussetzungen gegen einen Hochkaräter der Liga.
Doch zunächst konnten die Dresdner ordentlich mithalten, ja sie machten in der ersten Viertelstunde das Spiel. Die offensive HSV-Deckung behagte dem Favoriten nicht. Leider kam die alte Kalamität wieder zum Tragen, die Torwurfeffektivität. Was an Chancen ausgelassen wurde, das ließ den Beobachter Schlimmes befürchten. Der HSV geriet sofort durch gelbe Karten und in der Folge Zweiminutenstrafen unter Druck. Beim Spielstand von 6:6 befanden sich dann plötzlich nur noch vier Dresdner auf dem Parkett. Das war die willkommene Gelegenheit für die Hausherren, in Front zu gehen. Plauens routinierte Spieler agieren geschickter in ihren Abwehraktionen und so manches Foul bleibt dann durch die Schiedsrichter ungeahndet. Da sollten sich unsere jungen Spieler den einen oder anderen Kniff abschauen. Bis zur 50. Minute hatte der HSV zusätzlich ein Strafen-Verhältnis von 7:1 zu verkraften. So kam es wie es kommen musste. Zur Halbzeit lagen die Triebel-Mannen mit 4 Toren im Rückstand. Angesichts der auch beim Favoriten auszumachenden Probleme gegen gut stehende offensive Abwehrsysteme schien eine Aufholjagd nicht unrealistisch. Doch was die Mannschaft nach dem Wiederanpfiff bot war einfach unterirdisch. Gleichwohl auch der Gegner seine Probleme hatte, wieder in die Partie zu finden, gelang dem HSV erst in der 12. Minute nach Wiederanpfiff das erste Tor. Die Plauener Spieler bedanken sich für dieses Gastgeschenk artig und zogen bis zum 23:11 davon. Das Schicksal war besiegelt. Dresden fand in der Folge nicht mehr zurück ins Geschehen, wurde regelrecht vorgeführt. Der HC Plauen indes erlangte zunehmende Sicherheit und war von allen Positionen torgefährlich. Besonders das gut vorgetragene Konterspiel ermöglichte ihm viele einfache Tore. Dort müssen die HSV-Männer mit mehr Laufbereitschaft und Willen gegenhalten. So darf man sich auch gegen eine überlegene Mannschaft nicht präsentieren!
Wenn es in den kommenden wichtigen Spielen nicht gelingt, die Effektivität im Angriff nachhaltig zu verbessern, dann wird es ganz, ganz schwer werden. Zudem muss es gelingen, die Verletzten wieder auf die Beine zu bekommen. Dazu müssen diese mit aller Konsequenz in der Rehabilitation arbeiten. Bei nur 12 aktiven Sportlern ist es von eminenter Bedeutung, dass eine maximale Trainingsbeteiligung erzielt wird. Jetzt sind ausnahmslos alle Spieler gefordert!
cd
HSV Dresden: Falk Heyne, Daniel Wegner; Sebastian Kühn (2), Sven Dietze (1), Philipp Gildemeister (3), Philipp Scholz (1), Christian Müller, Alexander Jahn (4), Roland Günnel (1/1), Karsten Küter (4), Enrico Müller, Thomas Grafe (5)
Spielbericht
Koweg Görlitz – HSV Dresden 33:37 (13:18)
Manchmal lügt die Statistik
Als die Mannschaft des HSV in die gut besuchte Sporthalle des Gastgebers Görlitz zum warm machen einlief, empfing sie ein Publikum, das nun endlich einmal einen Sieg gegen Dresden erleben wollte. Der Hallensprecher tat sein übriges, um eine entsprechende Stimmung zu erzeugen. Dazu diente ihm unter anderem eine Statistik. Da ist zu entnehmen, dass sich kein einziger HSV-Spieler unter den ersten 30 der Torschützenliste befindet. Die Gründe dafür sind, zumindest beim HSV, hinlänglich bekannt. Umso mehr Motivation zu zeigen. was man tatsächlich drauf hat. Von Beginn an zeigte der personell wieder erstarkte Dresdner Verein, zu welchen Leistungen er tatsächlich in der Lage ist. Er ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen und spielte, so wie gefordert, taktisch diszipliniert und modern. Die offensive Deckung arbeitete mit enormen Aufwand, kaum unterbrochen von den auf der Höhe der Aufgabe stehenden beiden jungen Hoyerswerdaer Schiedsrichtern. Vornehmlich hatte sie mit dem flinken und technisch brillanten Japaner Hirchi Kuwana (9) zu tun. Im Angriff gelangen schöne Spielzüge und auch das Konterspiel konnte sich sehen lassen. Da auch der Gastgeber, angetrieben von dem klasse mitgehenden Publikum, seinen Teil zu einem wirklich ansehenswertem Highlight beitrug, konnte sich ein attraktives Spiel entfalten. Es bot den Zuschauern alles, was man gemeinhin mit unserem Sport verbindet. Dynamik, Schnelligkeit, tolle Technik, attraktive Spielzüge und aufopferungsvoll kämpfende Abwehrreihen. Dabei hatte der HSV die Nase immer ein wenig vorn. Selbst wenn es einmal eng wurde, behielten die Spieler die Nerven. So zum Beispiel, als kurz vor der Halbzeit der bis dahin ein gutes Spiel zeigende Philipp Scholz verletzt ausscheiden musste und Thomas Grafe eine 2-Minutenstrafe kassierte. Für Philipp Scholz lief Roland Günnel auf und dirigierte das Geschehen. Zudem verwandelte er mit traumhafter Sicherheit die Strafwürfe. Leider konnte er das Spiel nicht bis zum Ende auf dem Parkett erleben. In einer Druckphase, als die Gastgeber gefährlich aufkamen, wurde er nach einer unglücklichen Abwehraktion von den beiden Schiris berechtigt vom Platz geschickt. Für ihn kam Allrounder, Kapitano Karsten Küter, auf seiner früheren Stammposition als Regisseur zum Zuge. Er dirigierte eine Mannschaft, die sich als geschlossene Einheit erwies, letztendlich zum verdienten Sieg. Schön zu sehen, dass ein Philipp Gildemeister seine tollen Chancen in viele Tore umsetzen konnte. Dass Alexander Jahn zunehmend geduldiger seine Abschlüsse sucht und das Sven Dietze, früher oftmals ein Vulkan, als Routinier heute junge Spieler, die sich emotional auf die Palme begeben, wieder zurück auf den Boden holt.
Unter dem Strich feierte unser HSV nach 60 Minuten einen völlig verdienten Sieg und zeigte, dass das alte Sprichwort „Glaube keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast“ noch immer Gültigkeit hat. Nun gibt es wieder eine kleine Spielpause. Der HSV greift jetzt erst in das Pokalgeschehen ein. Dazu muss er am 19.11. nach Plauen/Oberlohsa reisen. Gern hätte der Trainer die bisherigen Pokalrunden genutzt, um seiner neuen Mannschaft entsprechende Spielpraxis zu verschaffen. Festlegungen des Verbandes, dass Halbfinalisten erst später in das Geschehen eingreifen dürfen, verhinderten dies. In Anbetracht des Verletzungspechs der letzten Zeit, vielleicht ein Einstieg zur rechten Zeit.
cd
HSV Dresden: Daniel Wegner, Normen Komar; Sebastian Kühn (5), Sven Dietze, Philipp Gildemeister (10), Philipp Scholz (1), Alexander Jahn (3), Christian Müller (4), Daniel Schwensow (1), Clemens Liebezeit (1), Roland Günnel (4/3), Volker Koch (7/1), Karsten Küter, Thomas Grafe (1)
Spielbericht
Spielbericht
Es hat einfach nicht gereicht
HSV Dresden – ZHC Grubenlampe 25:30 (12:13)
„Die Tabelle lügt nicht!“ Dieser weise Satz hat sich leider wieder einmal bewahrheitet. Zwickau ist nicht nur um zwei Plätze und einige Punkte besser als der HSV Dresden – er war es in diesem Spiel auch um fünf Tore. Und das durchaus verdient. Darüber konnte auch die starke Anfangsphase der Gastgeber nicht hinwegtäuschen. Denn beim 6:2 nach knapp 10 Minuten wähnten sich die Dresdner Fans schon auf der Siegerstrasse. Bis dahin hatte fast alles geklappt. Falk Heyne im Tor hielt seinen Kasten dicht, die Abwehr ließ nicht viel zu, und vorn traf vor allem Alexander Jahn fast nach Belieben aus dem Rückraum. Dann war es aber leider schon vorbei mit der Herrlichkeit. Zwickau kämpfte sich in die Partie und der HSV verfiel in alte Fehler – vor allem bei der Torwurfeffektivität. Es ist schwer zu verstehen, warum vor allem die Fernwurfschützen die bis dato erfolgreiche lange Ecke verließen und dem Zwickauer Keeper immer wieder vergeblich versuchten, im kurzen Eck einzuschenken. Die Gäste nahmen die Angebote an und waren beim 6:6 wieder auf Augenhöhe und beim 12:9 erstmals deutlich in Front. Ein Aufbäumen der Hausherren brachte ein knappes Halbzeitergebnis (12:13), und die Hoffnung auf Besserung. Doch die gelang leider nicht, Zwickau konnte sich im zweiten Durchgang wieder absetzen und verwaltete das Spiel clever (14:18, 16:21, 20:24). Volker Koch konnte zwar einiges reißen, auch Thomas Grafe traf – aber immer, wenn man das Gefühl hatte, jetzt kann etwas gehen (23:25, 24:26), wurde die Chance auf den Anschluss vertan. Am Ende versuchten es die Dresdner mit allen Mitteln (Manndeckung), aber die Westsachsen lösten das routiniert. Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis, dass der Wille da war, das Vermögen aber nicht reichte. Damit müssen wir leben.
Jens Albrecht
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heyne; Philipp Scholz (1), Roland Günnel (2), Karsten Küter (1), Philipp Gildemeister (4), Alexander Jahn (4), Christian Müller, Thomas Grafe (4), Volker Koch (8/3), Clemens Liebezeit (1), Sebastian Kühn
Spielbericht
HSV Dresden – EHV Aue II 30:29 (22:13)
Zum Jahresabschluss noch einmal so richtig gut …
präsentierte sich die Mannschaft im letzten Heimspiel des Jubiläumsjahres 2011 gegen die Reserve vom EHV Aue. Die junge Mannschaft des Gastes zeigte sich in Dresden als ein technisch auf bestem Niveau stehendes Team. Allerdings fehlte es der jungen Truppe von Trainer Rene` Jahn dieses Mal an überragenden bzw. routinierten Akteuren, wie in manch anderen Begegnungen der Vergangenheit. Auch der HSV weiß zahlreiche junge Spieler in seinen Reihen, die sich profilieren wollen.
Dass Dresden durchaus in der Lage ist, anspruchsvollen Handball zu zeigen, davon konnten sich die Zuschauer von Beginn an überzeugen. Im ersten Abschnitt gelang der Mannschaft von Trainer Thorsten Triebel eine beeindruckende Leistung. Aus einer sicheren, dieses Mal etwas defensiver agierenden, Deckung, konnte dem Gegner ein ums andere Mal der Schneid abgekauft werden. Im Gegenzug wurden dann zahlreiche Angriffe gezeigt, die den Beobachter zuweilen mit der Zunge schnalzen ließen. Hervorzuheben die endlich einmal gute Torausbeute. Dabei ragte der spitzbübige Philipp Gildemeister und Volker Koch aus einer geschlossenen Mannschaft heraus. Auch die Konter, dass sei nicht nur am Rande vermerkt, saßen. Der im Aufwärtstrend befindliche Philipp Scholz oder Roland Günnel dirigierten wechselseitig das Geschehen. So erwies sich der HSV Dresden als die dominierende Mannschaft und führte Halbzeit verdient mit 22:13. Im zweiten Abschnitt konnte der HSV zunächst an die Leistung der ersten 30 Minuten anknüpfen (25:13). Dann allerdings, ab der 40. Minute, ließ man die Zügel etwas schleifen. Allerdings war dies auch der Tatsache geschuldet, dass der Trainer jedem Spieler eine Einsatzmöglichkeit gab. Auch wenn die Gäste keine reelle Chance hatten, Eines kann man ihnen nicht absprechen: sie kämpfen bis zum Ende und geben sich nie auf. Respekt! So konnten die Auer in der 45. Minute beim Stande von 30:25 bis auf 5 Tore heranrücken. Den Schlussakkord allerdings setzte dann wieder der Hausherr. Einen Karsten Küter den finalen Pass spielen zu sehen, die Lauf- und Spielfreude der Mannschaft zu erleben und wie sich aus den Aktionen wunderschöne Torchance ergeben, das macht Freude. Zum Schluss stand ein jederzeit verdienter 37:29 - Erfolg. Zu wünschen ist, dass die Mannschaft das Erfolgserlebnis zum letzten Pflichtspiel des Jahres nach Pulsnitz mitnehmen kann und sich dort mit einem Erfolg in die Weihnachtsferien verabschiedet.
cd
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heyne; Sebastian Kühn, Sven Dietze, Philipp Gildemeister (8), Philipp Scholz (1), Alexander Jahn (4), Christian Müller, Daniel Schwensow (2), Clemens Liebezeit (5), Roland Günnel (1), Volker Koch (10/1), Karsten Küter (1), Thomas Grafe (5)
Spielbericht
HSV 1923 Pulsnitz – HSV Dresden 21:25 (9:14)
Das Leben selbst schwer gemacht …
hat sich der HSV im letzten Spiel der Hinrunde und des Jahres 2011. Wieder mit dem Rehabilitanden Robert Düsel, dafür ohne Sven Dietze und Christian Müller auflaufend, sollte der Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigt werden. Und das gelang nach einer kleinen Einlaufkurve ordentlich. Die Hinweise des Trainers, dass Dresden einen kampfstarken Gegner zu erwarten hat, dem auf diesem Gebiet Paroli zu bieten ist, um dann mit den zweifellos besseren spielerischen Mitteln das Übergewicht zu erzielen, wurden konsequent umgesetzt. Die Mannschaft arbeitete 40 Minuten richtig gut in der Deckung, attackierte, schloss Lücken, egal welches Deckungssystem angewandt wurde und trug bei Ballbesitz ein gepflegtes Angriffsspiel vor. Auch das schnelle Umkehrspiel konnte sich sehen lassen. Einzig die Chancenverwertung hätte noch besser ausfallen können. Unübersehbar war, dass beide Teams Probleme mit dem Sportgerät hatten. Da wurde eine erkleckliche Anzahl von Fangfehlern produziert, die dem Bruder Zufall Tür und Tor öffnete. Schön sah´s auf keinen Fall aus. Doch bis zur 40. Minute hatten die Küter, Scholz & Co. alles ganz gut im Griff. Da stand ein 19:10 Spielstand auf der Anzeigetafel. Doch wer dachte, das Kind ist geschaukelt, der sah sich getäuscht. Der HSV ließ plötzlich die Zügel schleifen und öffnete dem Gegner damit einen kleinen Türspalt. Der stellte seinen Fuß hinein und zog, begünstigt durch zahlreiche Ballverluste, noch einmal an. Zu überhastet wurde abgeschlossen, der Spielaufbau wies in dieser Phase nicht mehr die Zielstrebigkeit des bisherigen Geschehens auf und die Deckung hatte Mühe, die anstürmenden und nie aufgebenden Pulsnitzer im Griff zu behalten. Zudem war eine zunehmend rauer werdende Gangart festzustellen. Der HSV sah sich in dieser Zeit mit einigen Zweiminuten-Strafen, Spielunterbrechungen und Zeitspielanzeigen konfrontiert, die nicht grade spielflußfördernd waren. Zudem schwächte sich Dresden durch einen Torwartwechselfehler und durch ein Ballwegschlagen kurz vor Ultimo. Da allerdings war er schon wieder im Geschäft um den Doppelpunktgewinn. Zuvor hatte sich die Mannschaft wieder gefunden und war in die Spur zurückgekehrt. Zudem hielt Torhüter Falk Heyne ein paar sogenannte „Riesen“ und gab dem Team den notwendigen Rückhalt. Er hatte den gut disponierten und sein letztes Spiel im HSV-Trikot absolvierenden Daniel Wegner abgelöst, der nach dem Ende seiner beruflichen Ausbildung nun zu seinem Heimatverein HC Spreewald zurückkehren wird. Herzlichen Dank für die Jahre beim HSV und alles Gute für die Zukunft! Dasselbe gilt natürlich auch für unsere junge HSV-Mannschaft, die sich mit einer ordentlichen Bilanz von 13:9 Punkten in den Jahreswechsel verabschiedet.
cd
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heyne; Sebastian Kühn (1), Philipp Gildemeister (7), Philipp Scholz (1), Alex Jahn (1), Daniel Schwensow (3/2), Clemens Liebezeit (1), Roland Günnel (3), Volker Koch (6), Karsten Küter (1)
Spielbericht
HSV Glauchau – HSV Dresden 35:34 (15:11)
Einen Tick cleverer …
war die Mannschaft des Gastgastgebers und gewann demzufolge ein spannendes Spiel in der Sachsenliga vor über 500 Zuschauern. Im ersten Auftritt nach der Weihnachtspause zeigte der HSV aus Dresden, dass er jederzeit in der Lage ist, spielerisch und kämpferisch mit den Besten zu konkurrieren. Dabei verfolgt die Triebel-Mannen nach wie vor das Verletzungspech. So fiel neben dem langzeitverletzten TW Martin Dietze mit Daniel Schwenzow ein Spieler aus, der vor allem für das Konterspiel wichtig ist. Er brach sich im Training die Hand. Ihm gute Besserung.
Mit dem Anpfiff setzten erst einmal die Gastgeber Zeichen. Allerdings profitierten sie dabei von der Passivität, Zuordnungsproblemen und mangelnden Torwurfeffektivität Dresdens. So stand es schnell 4:1. Aber langsam, und begleitet von einigen personellen Wechseln, u.a. auch auf der TW- Position, wo Falk Heyne Daniel Wegner ersetzte, fand der HSV Dresden ins Spiel. Glanzvoll der Auftritt von Volker Koch, dem insgesamt sage und schreibe 18 Tore, davon 7 Siebenmeter, gelangen und der die teilweise schön anzuschauenden Spielzüge krönte. Leider fielen trotz einer Steigerung zu schnell die Gegentore. Dennoch, beim Stande von 8:9 führte Dresden sogar. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff zogen die Glauchauer dank der Treffsicherheit ihres besten tschechischen Mitspielers Toman auf 15:11 davon. Im Nachhinein betrachtet, war das vielleicht der Knackpunkt. Denn nun rannten die Küter und Co. erst einmal den Gastgebern hinterher. Diese hatten durchaus ihre Probleme, zumal sich die Deckung mit dem wieder ins Tor zurückgekehrten Daniel Wegner steigern konnte. Ab der 45. Minute war es ein Spiel auf des Messers Schneide. Jeweils beim Remis in der 52. und 58. Minute hatte der HSV Dresden die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Doch leider konnten die Philipp Gildemeister, Sebastian Kühn oder Robert Düsel sich bietende Gelegenheiten nicht nutzen. Im Gegenzug kamen die nicht zimperlich zu Werke gehenden Glauchauer trotz eigener Stockfehler zu Toren. Da schaute sich Kapitän Karsten Küter nach einer forschen und ungeahndeten Attacke, übrigens nicht die einzige Aktion dieser Art, das Spiel verletzt von der Bank aus an und fehlte der Mannschaft bei der Endkampfgestaltung.
In den letzten drei Minuten, es stand 32:32, gab es zwei Dresdner Zuspielfehler nach Risikopässen an den Kreis, die im Konter zum 35:32 genutzt wurden. Volker Koch war es vorbehalten mit seinem Anschlusstreffer zum 35:34 den Schlusspunkt zu setzen. Schade, dass es nicht ganz reichte. Verdient hätte die Mannschaft zumindest einen Teilerfolg. So bleibt die Erkenntnis, dass der HSV durchaus in der Lage ist, oben mitzuspielen, dass er aber ausgeglichener und ein wenig abgeklärter werden muss.
cd
HSV DRESDEN: Daniel Wegner, Falk Heyne; Sebastian Kühn, Philipp Gildemeister (1), Philipp Scholz (1), Alex Jahn (4), Clemens Liebezeit, Roland Günnel, Volker Koch (18/7), Karsten Küter (1), Robert Düsel, Christian Müller, Sven Dietze
Spielbericht
Spielbericht SLM 14.01.2012
HSV Dresden – DHfK/NHC Delitzsch 29:26 (16:13)
In einem mitreißenden Spiel die Oberhand behalten …
hat der HSV in der Begegnung gegen die Reserve der DHfK/NHC Delitzsch. Im Vorspiel legte die Verbandsligamannschaft von Frank Lessau vor, als man Lok Schleife klar in die Schranken wies. Daran wollten die Männer von Trainer Thorsten Triebel anschließen. Wieder mit dem zurückgekehrten Frank Dubrau auflaufend, rissen sich alle Eingesetzten enorm am Riemen und knüpften an die guten Sequenzen des Glauchau-Spiels an. Dabei war es keineswegs eine leichte Aufgabe, gegen die mit Zweitliga- und Regionalligaerfahrungen ausgestatten Gäste ins Spiel zu kommen. In den ersten 10 Minuten konnten diese das Geschehen stärker als der Hausherr bestimmen. Dabei leistete der HSV vor allem auf den mittleren Deckungspositionen Aufbauarbeit. Da war man etwas zu passiv und ließ den gewanden und technisch bestens ausgebildeten Leipzigern zu viele Freiheiten. Vorn mussten sich die Koch und Co. erst einmal an die barsche Gangart der gegnerischen Deckung gewöhnen. Apropos Koch, der bekam bei einem forschen Einstieg seines Gegenübers so Einen auf die Nase, dass er erst einmal mit Nasenbluten zur Behandlung auf die Bank musste. Keine leichte Hypothek, die da dem HSV aufgeladen wurde, denn er war immerhin der treffsicherste HSVer in den letzten Spielen. Doch die Mannschaft steigert sich jetzt erst recht und trug mit bei zu einem sehenswerten und ausgeglichenen Match zweier Teams, die technisch bestens unterwegs sind, Handball nicht nur kämpfen sondern sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer eben auch spielen. Augenfällig, dass der HSV im Umkehrspiel echte Vorteile hatte. Von 12 Kontern netzte er 8 ein. Ja, und da war ja auch noch Taktik im Spiel. In der 27. Minute wechselte der Trainer durch. Frische Kräfte braucht das Spiel. Den nun agierenden, zumeist routinierten Spielern, gelang der 16:13 - Pausenstand. Stark!
In Abschnitt zwei ein ähnliches Bild wie in der 1. Halbzeit. Dynamisch, attraktiv, hohe Handlungsgeschwindigkeit und Durchsetzungsvermögen auf beiden Seiten. Die Leipziger kamen wieder auf, bedingt auch durch einige unnötige Fehler im Spielaufbau. Etwas weniger Risiko beim Anspiel wäre vielleicht besser für die so arg strapazierten Nerven der Beobachter und bestimmter Akteure (u.a. Alex Jahn). Beim 21:23 wurde es echt kritisch. Doch die Mannschaft zeigte ihr gewachsenes Vermögen im Umgang mit brenzligen Situationen. Jeder der eingesetzten Spieler konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Zudem steigerte sich die Deckung samt Torwart und leistete Unglaubliches. Ab der 40. Minute stand für den verletzten Daniel Wegner Falk Heyne im Kasten. Der brannte ein Feuerwerk der Leidenschaft ab und hielt mit großartigen Reflexen den HSV im Spiel. Teilweise spektakuläre Paraden am Stück begeisterten nicht nur den Torwarttrainer. Genau so stellt man sich einen Rückhalt vor. Energisch und zielbewusst konnte der HSV den Schlussakkord setzen. Zwischen der 54. Und 60. Minute bestimmte Dresden, trotz heftigster Gegenwehr der nie aufgebenden Gäste, das Geschehen und lochte unter dem Jubel der Fans ein. Volker Koch war es vorbehalten, praktisch mit dem Schlusspfiff, den 29 Treffer zu markieren. Glückwunsch!
Cd
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heyne; Sebastian Kühn (2), Philipp Gildemeister (9/3), Philipp Scholz (3), Alexander Jahn (3), Clemens Liebzeit (2), Roland Günnel (1), Volker Koch (5/1), Karsten Küter (1), Robert Düsel (1), Frank Dubrau (1)
Spielbericht
Spielbericht SLM 2012-01-22
HSG Neudorf/Döbeln – HSV Dresden 26:20 (10:8)
Das war voll daneben …
werden sich die Spieler, Trainer und mitgereisten HSV-Fans nach der traurigen Partie am Sonntag in Döbeln sagen. In einem niveauarmen Spiel hatte der HSV nach 60 Minuten das Nachsehen. Und das gegen einen Gegner, der gegenüber vergangenen glanzvollen Tagen kaum noch wiederzuerkennen ist. Leider passten sich die Dresdner dem dürftigen Treiben mit dem Anpfiff an. Technische Fehler, Fehlabspiele, eine miserable Wurfleistung, wenig spielerischer Glanz, mehr Kampf war zu beobachten. Hier hatten die Gastgeber durchaus Vorteile. Sie gingen, gelinde gesagt, kompromissloser zu Sache und beeindruckten damit. Erst am Ende der Spielzeit gab es dann durch die Schiedsrichter die entsprechenden Rot-Sanktionen. 8 zu 5 Zeitstrafen, sowie die beiden vorgenannten Disqualifikationen, sagen einiges aus über das Treiben auf dem Spielfeld. Wirklich nicht schön anzuschauen!
Der HSV tat sich enorm schwer, in die Partie zu kommen. In dem ewigen Hin und Her der ersten 30 Minuten und auch später ließen die Jahn, Koch, Kühn, Gildemeister und Kollegen beste Chancen aus. Wo war die noch in der Woche zuvor gegen Leipzig/Delitzsch gezeigte Treffsicherheit geblieben? Der Torwart der Gastgeber kühlte sich bestimmt die ganze Nacht seinen malträtierten Körper. Er allein war wohl das Geld wert, das die Zuschauer am Einlass bezahlt hatten. Übrigens, sein Gegenüber Falk Heyne bot als einer der Wenigen ebenfalls eine ordentliche Leistung an. Der Halbzeitstand von 10:8 für Döbeln war bezeichnend für dieses Spiel. Leider fiel Philipp Gildemeister nach hartem Einstieg schon in der ersten Halbzeit verletzt aus und konnte so keinen Einfluss mehr auf die Begegnung nehmen. Seine Schnelligkeit hätte vielleicht noch etwas bewegen können. In Hälfte Zwei ruckten die HSVer erst einmal etwas erfolgreicher an und schlossen zum 14:14 auf. Doch just immer dann, wenn man dran war, gab es 2-Minuten-Strafen. In diesem Fall sogar doppelt. Das nutzte Neudorf/Döbeln und setzte sich vorentscheidend auf 21:15 ab. Dazwischen lagen zahlreiche Angriffsaktionen des HSV, die allesamt nichts brachten. So ging eine Vorstellung zu Ende, über die man schnellstens das Tuch des Vergessens legen sollte.
cd
HSV Dresden: Falk Heyne, Daniel Wegner; Sebastian Kühn, Philipp Gildemeister, Philipp Scholz, Alexander Jahn (3), Christian Müller (2), Clemens Liebezeit (3), Roland Günnel (1/1), Volker Koch (7/2), Karsten Küter (2), Robert Düsel (1), Frank Dubrau (1)
Spielbericht
Sachsenliga Männer 27.01.2012
HSV Dresden – SC Riesa 25:25 (16:13)
Wieder kein Sieg gegen Riesa
Wie im Hinspiel trennte sich der HSV Dresden vom alten Konkurrenten aus Riesa unentschieden. Und der Punkt für die Gäste war verdient, weil sie nie aufgaben und buchstäblich bis zur letzten Sekunde darum kämpften. Für den HSV war es dagegen ein verschenkter Punkt. Fast das ganze Spiel wurde der Gegner deutlich beherrscht – und dann am Ende doch zum „Punktraub“ regelrecht eingeladen.
Die Gastgeber starteten ordentlich und gingen nach gut 10 Minuten mit 8:4 in Front. Drei Tore Vorsprung zur Halbzeit (16:13) waren durchaus im Rahmen – trotz einiger liegen gelassener Chancen. Dass man trotzdem führte, hatte man vor allem dem treffsicheren Robert Düsel und dem starken Rückhalt Falk Heyne im Tor zu verdanken. Der hatte im gesamten Spiel eine sensationelle Siebenmeter-Quote: von 6 hielt er die ersten 5 !!!
Im zweiten Durchgang musste Robert Düsel auf Grund der verletzungsbedingten konditionellen Rückstände etwas kürzer treten. Und es fand sich niemand im Team, der ähnlich sicher einlochen konnte. Von den Außenpositionen kam so gut wie gar nichts, auch die Kreisläufer konnten sich kaum in Szene setzen, und von den Aufbaupositionen wurde zwar fleißig geworfen – aber eben oft zu überhastet oder zu ungenau. So kam Riesa Tor um Tor näher (18:14, 20:18, 22:22). Trotzdem war der Sieg am Ende noch fest eingeplant bei 25:24, Auszeit für den HSV, noch 28 Sekunden zu spielen bei eigenem Ballbesitz. Doch wie es dann eben an solchen Tagen läuft – schlecht gespielter Angriff, Zeitspielanzeige, Ballverlust nach Wurfversuch, Konter, glückliches Tor der Riesaer in der letzten Sekunde.
Verspielt wurde der Punkt allerdings in den 60 Minuten zuvor. Vor allem durch zu viele Fehler beim Torabschluss. Nicht das erste Mal in dieser Saison. Daran wird zu arbeiten sein und zwar im Training!
Jens Albrecht
HSV Dresden: Daniel Wegner, Falk Heine; Sebastian Kühn (4), Philipp Gildemeister (1), Philipp Scholz (1), Alexander Jahn (4), Christian Müller, Roland Günnel (1), Volker Koch (2/1), Karsten Küter (1), Robert Düsel (9/2), Thomas Grafe (1), Frank Dubrau, Clemens Liebezeit (1)
Spielbericht
Spielbericht SLM vom 11. Februar 2012
Zwönitzer HSV 1928 – HSV Dresden 21:26 (11:14)
Ein Triumph des Willens
nach den wenig erfolgreichen Wochen der jüngeren Vergangenheit ging es für den Dresdner HSV um die Selbstfindung. Wohin soll die Reise gehen? In einer Mannschaftssitzung gemeinsam mit dem Vorstand wurden die Argumente der derzeitigen Situation ausgetauscht. Auch diskutierte man über die Zielstellung für die kommende Zeit. Angeregt durch die Arbeit am Strategiepapier HSV 2012 geht es darum, die künftige Rolle des Männerbereichs im Allgemeinen und der ersten und zweiten Mannschaft im Besonderen zu definieren. Einen wichtigen Aspekt in den Betrachtungen stellt die Position des Einzelnen zum Thema leistungsorientierter Handballsport dar. Grundsätzlich kann auf diese Fragen nur die Mannschaft eine Antwort geben. Damit wollte man in Zwönitz beginnen. Von Beginn an entwickelte sich eine vor allem kämpferische Partie. Die Hausherren, ohnehin auf diesem Gebiet eines der besten Teams der Liga, wollten mit oft an die Grenze des erlaubten gehenden körperlichen Einsatz Dresden beeindrucken. Doch die Triebel-Mannen hielten gegen. Demzufolge gab es zahlreiche Unterbrechungen, um die Blessuren der Akteure zu behandeln. Ansehenswert war das Treiben auf dem Parkett nur phasenweise. Bemerkenswert, dass der HSV äußerst diszipliniert und um spielerischen Zuschnitt bemüht, seine Kreise zusehends souveräner zog. Herausragend an diesem Tag der wohl in seinem Element sich bewegende Robert Düsel. Unbeeindruckt von der körperlichen Gegenwehr entwickelte er sich zum Goalgetter und warf am Ende 9 Tore. Auch in der Deckung agierte er mit großer Leidenschaft und Einsatz. Damit brachte er sich in ein Team ein, das an diesem Tag genau solche Attribute aufwies. Hinten standen zwei zuverlässige Torhüter, die der Mannschaft den notwendigen Rückhalt gaben. Der Halbzeitstand von 11:14 spielte die Leistung beider Teams realistisch wieder. Die Zwönitzer kamen nach dem Pausentee mit neuer Kampfeslust zurück. Es setzte sich das Treiben der ersten 30 Minuten fort. Leider musste Regisseur Philipp Scholz nach einer harten Attacke des Routiniers Sajenev (Nr.18) mit einem Cut über dem linken Auge nach 10 40 Minuten verletzt die Segel streichen. Eine Weiterbeschäftigung auf dem Parkett war unmöglich. Dank an dieser Stelle an den Physiotherapeuten der Gastgeber, der sich der Verletzung annahm. Die Mannschaft ließ sich auch davon nicht aus der Spur bringen. Andere, wie der ohnehin überzeugende Kapitän Karsten Küter oder Roland Günnel, sprangen ein.
Die zuweilen ruppige Gangart führte am Ende auch zu Konsequenzen. So musste auf Dresdner Seite Volker Koch nach einer Auseinandersetzung mit seinem anstürmenden und die Brechstange benutzenden Gegner vorzeitig unter die Dusche (33´). Gleiches Schicksal erlitt auch der mit Haken und Ösen agierende tschechische Spieler Waldimir Holec nach seiner dritten Zweiminutenstrafe in der 58. Minute. Da allerdings war das Spiel bereits entschieden. Der HSV konnte trotz einer kleinen Durststrecke seine Linien durchziehen. Alle eingesetzten Spieler brachten sich mit Leidenschaft und Engagement ein und trugen so zu einem völlig verdienten Sieg bei. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie den Worten aus der Mannschaftssitzung durchaus Taten folgen lassen kann. Das macht Hoffnung!
CD
HSV Dresden: Falk Heyne, Daniel Wegner; Sven Dietze, Philipp Gildemeister (4), Philipp Scholz, Thomas Grafe, Christian Müller (2), Clemens Liebezeit (2), Roland Günnel, Volker Koch (3), Karsten Küter (3), Robert Düsel (9), Frank Dubrau (3)








